Entscheidender ist für uns, dass auffällige Werte mit der Hilfe von Fachkollegen aus anderen IQM-Kliniken gemeinsam analysiert werden können, um aus diesen Erkenntnissen ganz konkrete Schritte zur Verbesserung des Behandlungsergebnisses abzuleiten („peer review“). Diese kontinuierliche Qualitätsverbesserung in einer offenen, ehrlichen und lösungsorientierten Kultur untereinander ist die beste Strategie, um die medizinischen Behandlung zu verbessern.
Die Risikogewichtung für das Alter und das Geschlecht der behandelten Patienten ist möglich, weil auch die Bundesdaten nach Alter und Geschlecht getrennt publiziert werden. Eine Klinik mit einem hohen Anteil sehr alter Patienten weist eine andere Sterblichkeit auf als eine Klinik mit vergleichsweise jungen Patienten.
Hier dient der Erwartungswert als wesentliche Orientierungshilfe, weil er besagt, welche Sterblichkeit bei einer Patientengruppe gleicher Alters- und Geschlechtsverteilung im Bundesdurchschnitt zu erwarten wäre. Insofern ergeben sich für unterschiedliche Kliniken unterschiedliche Erwartungswerte, wenn Unterschiede in der Alters- und Geschlechtszusammensetzung der behandelten Patienten bestehen. Als IQM-Zielwert gilt aber für alle IQM-Kliniken, besser zu sein als der Bundesdurchschnitt bzw. der hieraus errechnete Erwartungswert.
Die Beziehung zwischen erwarteter Sterblichkeit und dem tatsächlichen Wert der Klinik nennt man wissenschaftlich „standardized mortality rate“ oder kurz „SMR“. Liegt diese Quote unter 1 dann ist die tatsächliche Sterblichkeit in der Klinik geringer als die zu erwartende, liegt sie über 1 ist die Sterblichkeit höher als eigentlich erwartet. Da ein solcher Wert lediglich bei den Werten errechenbar ist, bei denen die zu erwartende Sterblichkeit aus den Daten des StatBa bekannt ist, kann er auch nur hierfür angegeben werden und ist in der Tabelle unter „Details einblenden“ bei den verschiedenen Krankheitsgruppen sichtbar. Für die Einordnung der Daten ist es wesentlich zu berücksichtigen, dass die IQM Kliniken im Durchschnitt „bessere“ als die erwarteten Werte aufweisen.
Liegen keine alters- und geschlechtsgewichteten Werte für einen Indikator vor, kann auch kein Erwartungswert errechnet werden. Bei diesen Indikatoren entstammen die IQM-Zielwerte entweder der wissenschaftlich relevanten Literatur, anderen Qualitätsmessungen wie etwa den gesetzlichen Qualitätssicherungsverfahren oder sind in den Fachgremien verabschiedet.
Wir sind uns ebenso bewusst, dass die Sterblichkeit bei manchen Indikatoren ein ausgesprochen seltenes Ereignis ist und nicht als alleiniger Nachweis der medizinischen Qualität gelten darf. Bei diesen seltenen Fällen weist sie eher auf eine mögliche Gefährdung der Patientensicherheit hin. So messen wir auch im „low risk“ Bereich die Sterblichkeit, weil wir fest davon ausgehen, dass wir damit die Sicherheit der Behandlung dieser Patienten zu erhöhen.
Die Indikatoren
Unsere Qualitätsindikatoren sind so ausgewählt, dass sie sowohl häufige und wichtige Krankheitsbilder abbilden wie etwa Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Lungenerkrankungen als auch wichtige Operationen umfassen, wie etwa Gallenblasenoperationen, Leisten-, Schenkel-, oder Nabelbruch, große Operationen im Bereich des Verdauungstraktes, thoraxchirurgische Operationen, Herz- und Gefäßoperationen, gynäkologisch und geburtshilfliche Eingriffe, orthopädisch – unfallchirurgische und urologische Operationen. Außerdem schauen wir bei den Indikatoren zur Beatmung und zur Blutvergiftung in zwei komplexe Behandlungsabläufe aus dem Bereich der Intensivmedizin. Darüber hinaus sind alle Indikatoren aus den Routinedaten des Krankenhauses ohne zusätzliche Dokumentation erhoben, was neben dem geringen Aufwand den weiteren Vorteil hat, dass diese Daten sich des subjektiven Einflusses einer Zusatzdokumentation entziehen.Was wird gemessen
Hierbei unterscheiden wir absolute Mengeninformationen- bei Krankheitsbildern, von denen wir wissen, dass eine Mindestfallzahl für die Qualität wichtig ist, wie etwa Lungenkrebs, Brustkrebs, Brustoperationen, oder Protatakrebs.
- bei den Krankheitsbildern oder Operationen, bei denen ein gewisser Anteil nicht über- oder unterschritten werden sollte (bspw. Anteil bestimmter schonender Operationsverfahren an der Galle oder im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe).
Die Risikogewichtung für das Alter und das Geschlecht der behandelten Patienten ist möglich, weil auch die Bundesdaten nach Alter und Geschlecht getrennt publiziert werden. Eine Klinik mit einem hohen Anteil sehr alter Patienten weist eine andere Sterblichkeit auf als eine Klinik mit vergleichsweise jungen Patienten.
Hier dient der Erwartungswert als wesentliche Orientierungshilfe, weil er besagt, welche Sterblichkeit bei einer Patientengruppe gleicher Alters- und Geschlechtsverteilung im Bundesdurchschnitt zu erwarten wäre. Insofern ergeben sich für unterschiedliche Kliniken unterschiedliche Erwartungswerte, wenn Unterschiede in der Alters- und Geschlechtszusammensetzung der behandelten Patienten bestehen. Als IQM-Zielwert gilt aber für alle IQM-Kliniken, besser zu sein als der Bundesdurchschnitt bzw. der hieraus errechnete Erwartungswert.
Die Beziehung zwischen erwarteter Sterblichkeit und dem tatsächlichen Wert der Klinik nennt man wissenschaftlich „standardized mortality rate“ oder kurz „SMR“. Liegt diese Quote unter 1 dann ist die tatsächliche Sterblichkeit in der Klinik geringer als die zu erwartende, liegt sie über 1 ist die Sterblichkeit höher als eigentlich erwartet. Da ein solcher Wert lediglich bei den Werten errechenbar ist, bei denen die zu erwartende Sterblichkeit aus den Daten des StatBa bekannt ist, kann er auch nur hierfür angegeben werden und ist in der Tabelle unter „Details einblenden“ bei den verschiedenen Krankheitsgruppen sichtbar. Für die Einordnung der Daten ist es wesentlich zu berücksichtigen, dass die IQM Kliniken im Durchschnitt „bessere“ als die erwarteten Werte aufweisen.
Liegen keine alters- und geschlechtsgewichteten Werte für einen Indikator vor, kann auch kein Erwartungswert errechnet werden. Bei diesen Indikatoren entstammen die IQM-Zielwerte entweder der wissenschaftlich relevanten Literatur, anderen Qualitätsmessungen wie etwa den gesetzlichen Qualitätssicherungsverfahren oder sind in den Fachgremien verabschiedet.
Wir sind uns ebenso bewusst, dass die Sterblichkeit bei manchen Indikatoren ein ausgesprochen seltenes Ereignis ist und nicht als alleiniger Nachweis der medizinischen Qualität gelten darf. Bei diesen seltenen Fällen weist sie eher auf eine mögliche Gefährdung der Patientensicherheit hin. So messen wir auch im „low risk“ Bereich die Sterblichkeit, weil wir fest davon ausgehen, dass wir damit die Sicherheit der Behandlung dieser Patienten zu erhöhen.